Therapie-Methoden

Die Physiotherapie Reinach ist eine der grössten privaten Physiotherapiepraxen in der Region. Wir bieten sämtliche Methoden der modernen Physiotherapie an

  • INTERDISZIPLINÄRE SCHMERZTHERAPIE
  • AKTIVE BEWEGUNGSTHERAPIE
  • MEDIZINISCHE TRAINIGSTHERAPIE (MTT)
  • MANUALTHERAPIE
  • NEUROLOGISCHE PHYSIOTHERAPIE
  • DRY NEEDLING
  • TRIGGERPUNKTE, FASZIENTHERAPIE
  • LYMPHDRAINAGE ODER KOMPLEXE PHYSIKALISCHE ENTSTAUUNGSTHERAPIE (KPE)
  • STOSSWELLE
  • ELEKTROMEDIZIN
  • BOBATH KONZEPT
  • HERZ-LUNGENREHABILITATION
  • TAPING
  • ATEMTHERAPIE
  • PILATES
  • SKOLIOSEBEHANDLUNG NACH SCHROTH©
  • KATONA NEUROREHABILITATION
  • KIEFERBEHANDLUNG (CRANIOMANDIBULÄRE BEHANDLUNGEN)
  • PNF (PROPRIOCEPTIVE NEUROMUSKULÄRE FAZILITATION)
  • SPORTPHYSIOTHERAPIE
  • BEHANDLUNGSKOSTEN

Chronische schmerzen

In der Evolution des Menschen ist der Schmerz der wichtigste Sinn für das Überleben. Der Schmerz als unangenehmer Indikator eines Gewebeschadens bringt einen dazu sich aus der gefährlichen Situation heraus zu begeben. Je nach Verletzung sollte der Gewebeschaden nach 3 Wochen bis spätestens 6 Monate verheilt sein. Dauert das Übel aber grundlos über die normale Wundheilung hinaus, redet man von einem chronischen Schmerz. Dies bedeutet, dass der Schmerz den Menschen nicht mehr vor einem Gewebeschaden schützt, sondern durch die Schonung der Strukturen ein Schaden erst entstehen kann indem die Belastbarkeit aller Gewebe kontinuierlich nachlässt. Die Betroffenen kapseln sich nicht selten von ihrem sozialen Umfeld ab und nehmen nicht mehr am normalen Leben teil. Nicht selten kommt es in dieser Phase zu Depressionen. Wenn man es in Computersprache ausdrücken will, geht das Problem immer mehr von der „Hardware“ in die „Software“ über. Das Gehirn und damit auch die Körperwahrnehmung verändern sich.
 

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung der chronischen Schmerzen ist sehr komplex und dabei ist es wichtig, dass der Arzt, Physio- Ergotherapeut und auch die Familie mit in die Behandlung integriert werden. Eine wichtige Basis ist die Erklärung von Schmerzmechanismen um die Angst vor dem Schmerz zu lindern. Der Patient wird in seinem Alltag gecoacht und er erlernt Taktiken um mit seinem Schmerz besser umgehen zu können. Dabei können Entspannungsübungen, Atemtherapie, Trainingstherapie und viele anderen Therapieansätze eingesetzt werden. Die Reintegration ins Berufsleben und Zuführung in eine sinngebende Freizeitgestaltung spielt eine entscheidende Rolle.
 

Schmerztherapie

 

Der heutige Mensch bewegt sich generell viel zu wenig und oft zu monoton.

Unser Körper ist eine Bewegungsmaschine und braucht viele aktive Inputs um gesund zu bleiben. Eine häufige Ursache für Beschwerden
sind muskuläre Dysbalancen.
Das bedeutet, dass gewisse Muskelgruppen zu viel und andere zu wenig arbeiten müssen. Unsere Skelettmuskulatur hat die Eigenschaft abzuschwächen oder zu verkürzen wobei der Physiotherapeut/in gezielt
diese Dysbalancen sucht und mit spezifischen Übungen das Gleichgewicht wieder herzustellen versucht. Mittel- und langfristig werden nur Veränderungen der Haltung und des Bewegungsverhaltens zum Ziel führen.
 

Verschiedene Konzepte wie Movement Control, Kinetic Control, Muscle Balance etc. werden dabei angewandt. Der/die Physiotherapeut/in als Experte informiert den Patienten/in und motiviert ihn/ sie ein aktiveres Leben zu führen.

Beginnen Sie den ersten Schritt und nehmen Sie die Treppe anstatt den Lift ;-)

 

Nebst einem Spezifischen Heimprogramm kann der Arzt auch bis zu 36 Sitzungen medizinische Trainingstherapie verschreiben. Dies beinhaltet das gezielte Training an Geräten zur Verbesserung der:
 

  • Herz Kreislauf Ausdauer
     
  • Lokale Ausdauer
     
  • Maximalkraft und Explosivkraft
     
  • Beweglichkeit und Koordination

 

Die Beweglichkeit sämtlicher Gelenksverbindungen im Körper ist ein weiterer wichtiger Aspekt für unser Wohlbefinden. Bewegt ein Gelenk, zum Beispiel ein Wirbelsäulensegment nicht richtig, führt dies mit der Zeit zu muskulären Dysbalancen, Triggerpunkten und zu degenerativen Veränderungen und somit zu Schmerzen. Der spezialisierte Manualtherapeut untersucht die Gelenke auf Steifigkeit (Hypomobilität) sowie auch auf Überbeweglichkeit (Hypermobilität). Mit gezielten Griffen und Techniken werden die Gelenke mobilisiert oder bei Bedarf auch manipuliert (nur durch speziell ausgebildete OMT oder MAS Therapeuten/innen) . Überbewegliche Gelenke werden gezielt mit stabilisierenden Übungen behandelt.
 

Was kann mit der Manualtherapie behandelt werden?
 

  • Allgemeine Bewegungsstörungen am ganzen Bewegungsapparat
  • Degenerative Veränderungen und Arthrosen
  • Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen nach Unfällen oder Operationen
  • Bandscheibenprobleme
  • Akute Rückenschmerzen etc.

 

 

Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems, die in ihrer Bewegungsfähigkeit und somit in ihren Alltagsaktivitäten und in der Lebensqualität eingeschränkt sind, können diese durch spezialisierte physiotherapeutische Behandlungen verbessern. Da unser äusserst komplexes Nervensystem über sehr viel Plastizität (Anpassungsfähigkeit) verfügt, können auch oft nach vielen Jahren noch beachtliche Verbesserungen erzielt werden!

Welche Krankheitsbilder fallen in den Fachbereich der Neurologie?

 

  • Schlaganfall oder Gehirnblutung
     
  • Multiple Sklerose (MS)
     
  • Morbus Parkinson
     
  • Gehirn-, oder Rückenmarksverletzungen (Schädel-Hirn Trauma,Para-/ Tetraplegie etc.)
     
  • Periphere Nervenerkrankungen wie zum Beispiel Lähmung des Gesichtsnervs (Facialisparese etc.)
     
  • Neurologische Muskelerkrankungen wie zum Beispiel Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) etc.
     
  • Wirbelsäulenerkrankungen (Bandscheibenvorfall mit beteiligter Nervenverletzung) oder Nervenverletzungen nach Operationen Zentralneurologische Geburtsgebrechen wie zum Beispiel Zentrale Parese oder andere Hirnatrophien
     

Wie wird die Behandlung eingeleitet?

Nach der ausführlichen Befundaufnahme mit dem spezialisierten Therapeuten wird eine Bewegungsanalyse der betroffenen Dysfunktionen durchgeführt, worauf genau geachtet wird, wie und welche Gelenke und Muskeln eingesetzt werden. Es wird mit dem Betroffenen gemeinsam ein realistisches Therapieziel festgelegt und die Therapiemassnahmen besprochen und individuell ausgewählt da die Primärmotivation immer vom Patienten ausgehen sollte.

Welche Möglichkeiten der Behandlung bestehen

 

  • Anbahnung neuer Muskelaktivität bei bestehenden Lähmungen
     
  • Erhalten oder Verbesserung der Beweglichkeit (durchaktives Bewegen, Dehnen, Lagerung, manuelle Techniken).
     
  • Aktives Training und Verbesserung vorhandener Ressourcen (Verbessern von Kraft, Koordination, Ausdauer.
     
  • Wiedererlernen verloren gegangener Bewegungsabläufe und deren Umsetzung in den Alltag zur Verbesserung der Lebensqualität und der Selbstständigkeit.
     
  • Erarbeiten und Erlernen von Kompensationsstrategien.
     
  • Beratung von Angehörigen.
     
  • Erstellen eines Trainingsprogrammes / Heimprogrammen.
     
  • Unterstützung bei Hilfsmittelauswahl und -versorgung oder -anpassung (z.B. Orthesen, Gehhilfen, Rollstuhl etc.)

 

Neurologische Physiotherapie

Das Dry Needling ist eine sehr spezifische Behandlung von Triggerpunkten mittels Akkupunkturnadeln. Der spezialisierte Physiotherapeut/in sucht mit den Fingern gezielt nach den Myogelosen undmuskulärem Hartspann und sticht mit feinen Akkupunkturnadeln mitten in den Triggerpunkt. Dieser reagiert darauf meist mit einer Zuckung. Unter Fachleuten gilt diese hochspezifische Therapieart als effizienteste Mittel um Triggerpunkte zu lösen.

Dry Needling

 

Triggerpunkte, früher auch Myogelosen genannt, sind überempfindliche Stellen in einem tastbar verspannten Bündel von Muskelfasern.

Triggerpunkte können, wenn sie aktiv sind, Schmerzen bei Bewegungen und sogar in Ruhestellung verursachen. Zudem entstehen häufig ausstrahlende Schmerzen, wie zum Beispiel Triggerpunkte in der seitlichen Gesässmuskulatur, welche Schmerzen im ganzen Bein verursachen.

Ursprung des Problems können ständig angespannte Muskeln, etwa an Computer-Arbeitsplätzen, sein oder wenn stets gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden. Auch bei Sportlern findet man häufig aktive Triggerpunkte. Dort können sie entweder durch eine  Überlastung des Muskels oder durch eine ungenügende Regenerationsphase entstehen.
Ebenso häufig entstehen Triggerpunkte auch sekundär, das heisst reflektorisch aufgrund von anderen Störungen am Bewegungsapparat, zum Beispiel bei Arthrose oder einer Diskushernie.

Viele Experten und Forscher auf der ganzen Welt sind inzwischen davon überzeugt, dass akute Triggerpunkte, die nicht behandelt werden, ein häufiger Grund für chronische Schmerzen am Bewegungssystem, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, sind.
 

Verschiedene medizinische Theorien über akute Triggerpunkte
Medizinisch erklärt man sich die Triggerpunkte aufgrund einer übermässigen Zusammenziehung einzelner Muskelfasern. Dieser Vorgang entsteht wahrscheinlich durch eine überschiessende Freisetzung des Nervenbotenstoffes Acetylcholin an der motorischen Endplatte.
 

Es gibt auch andere Theorien für diese Zusammenziehungen. Verschieden Studien haben gezeigt, dass das vegetative Nervensystem eine erhöhte Aktivität auf den Muskel ausüben kann, was das Auftreten von Triggerpunkten bei Menschen die längere Zeit mit erhöhtem Stress leben, erklärt.

Worin auch immer der Grund für die kleinen verspannten Muskelfasern liegt, Fakt ist, dass die Spannung die feinen Blutgefässe zusammenquetscht, was zu einer Minderdurchblutung und zu einer Mangelversorgung des Muskels führt. Dadurch werden Substanzen im Muskel produziert, welche die Schmerzfühler im Muskel aktivieren - der Muskel, genauer gesagt der Triggerpunkt, beginnt weh zu tun und auszustrahlen.

Wenn Triggerpunkte über längere Zeit nicht verschwinden, dann können synergistische,  antagonistische, wie auch Muskeln im Ausstrahlungsgebiet des Triggerpunkts  in Mitleidenschaft gezogen werden und die Schmerzen weiten sich aus. Die gute Nachricht ist, dass Triggerpunkte gut therapierbar sind, häufig auch noch nach Jahren. Trotzdem gilt auch hier:

«Je früher sie behandelt werden, desto einfacher haben es Patienten und Physiotherapeuten, und desto schneller geht die Heilung voran.»

 

Die KPE besteht aus 3 Säulen:
 

  • Manuelle Lymphdrainage
     
  • Bandagierung / Strumpfversorgung
     
  • Entstauungsgymnastik

Die KPE ist nur wirksam, wenn alle 3 Säulen konsequent berücksichtigt werden!
 

Wo ist die KPE nützlich?
Lymphödem (Gewebsflüssigkeit die aus den Blutgefässen ins umliegende Gewebe ausgetreten ist z.B. bei Lymphknotenentfernung infolge Brustamputation oder Traumata oder angeborene Lymphgefäßschwäche u.a.)

  • Lipödem (Reithosen Syndrom)
     
  • Schwellung nach Traumata
     

Wirkung der KPE
 

  • Unterstützung des Rücktransportes der Gewebeflüssigkeit ins Venensystem (manuelle Lymphdrainage) 
     
  • Kompression auf das aufgequollene Gewebe (Bandagierung / Strumpfversorgung)
     
  • Anregung der venösen Muskelpumpe (Entstauungsgymnastik)
     

Wer darf KPE durchführen?
Prinzipiell darf jeder Eidg.dipl. Physiotherapeut, KPE durchführen. Es empfiehlt sich aber jemanden zu berücksichtigen der die zusätzliche Spezialausbildung absolviert hat.

Das neue radiale Stosswellentherapiegerät «Masterpuls MP 200» ist eine technische Weiterentwicklung der raumfüllenden “Monstergeräte“ womit man zum Beispiel Nierensteine zertrümmert hat. Mit einem Applikator werden Stosswellen mit bis zu 5 Bar mit einer Frequenzbis 21 Herz auf das Gewebe «geschossen». Diese Energie kann entzündliche Prozesse reaktivieren, wobei der Körper den eigentlichen Heilungsprozess wieder selber übernehmen muss. Das äusserst effiziente Gerät wird vor allem dann eingesetzt, wenn alle konservativen Massnahmen versagt haben und schlussendlich nur noch eine Operation in Frage käme. Bei folgenden Beschwerden werden die Stosswellenbisher erfolgreich eingesetzt:

 

  • Kalkeinlagerungen in der Schulter (Tendinitis Calcarea)
     
  • Schleimbeutelentzündungen generell
     
  • Tennis- und Golferellbogen (Epicondylitis radialis und ulnaris)
     
  • Fersensporn und Fusssohlenentzündungen (Fasciits plantaris)
     
  • Arthrosen kleinerer Gelenke (ausser Hüft- und Wirbelsäulengelenke)
     
  • Muskelverhärtungen (Myogelosen oder Triggerpunkte)
     
  • Generell Sehnen- und Sehnenansatzprobleme (s.Bsp. Achillodynie)
     
  • Schlecht verheilende Knochenbrüche und Prothesenlockerungen
     
  • Punktuelle Weichteilschmerzen generell
     

Da die Stosswellentherapie sehr effizient ist, braucht es in den seltensten Fällen mehr als sechs Therapien bis zur Beschwerdefreiheit und wenn bis zum dritten Mal noch keine Veränderung eingetreten ist, kann man die Behandlung einstellen. Obwohl die Stosswellentherapie zwischenzeitlich eine der am besten erforschten Therapiemöglichkeiten ist, werden die Kosten nicht von der Grundversicherung übernommen. Die Zusatzversicherungen kommen in der Regel teilweise oder gänzlich für die Kosten auf (Fr. 250 - Fr. 500). Falls sie eine hohe Franchise haben, lohnt es sich vielleicht, die Kosten selbst zu tragen, wobei sie sich auch ohne eine ärztliche Verordnung anmelden können. In diesem Falle wird vor der Therapie eine eingehende physiotherapeutische Untersuchung durchgeführt um die Anwendungsindikation zu klären.

Falls sie Fragen zur Stosswellentherapie haben, zögern sie nicht uns zu kontaktieren:
Physiotherapie Reinach, Sandro Haller, 062 771 03 03
 

Stosswelle

 

Es ist überliefert, dass schon die alten Römer mit Zitteralen eine Art frühzeitliche Elektrotherapie angewandt haben. Mit verschiedenen Stromarten können Schmerzen gelindert, Muskeln entspannt oder tonisiert werden. Nerven können angeregt oder beruhigt werden. Die Physiotherapie Reinach verfügt über eine Flotte von modernen Elektrotherapiegeräten. Für die Anwendung zuhause werden auch TENS Geräte (Transkutane elektrische Nervenstimulation) und ein portables Ultrasachallgerät vermietet. Für den gezielten Kraftaufbau werden auch Muskelstimulationsgeräte angeboten. Ein Spezialgebiet innerhalb der Elektromedizin sind die Iontophorese und die Sonophorese wobei mittels Elektroden oder Ultraschall ein Medikament appliziert wird.

Elektromedizin

Das Konzept beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ (Plastizität) des Gehirns, das heißt, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können. Häufig sind bei traumatischen Hirnschädigungen nicht die eigentlichen Kontrollzentren zerstört, sondern Verbindungswege unterbrochen, die mit konsequenter Förderung und Stimulation des Patienten durch alle betreuenden Personen neu gebahnt werden können.

Die Bobaths erkannten die Möglichkeiten, die sich durch die Plastizität des Gehirns ergeben. Verloren gegangene Funktionen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, können durch Vernetzung und Intensivierung anderer Hirnbereiche wiedererlangt werden. Hierzu werden Bewegungssequenzen durch repetitives Üben (ständiges Wiederholen) wieder „eingeschliffen“. Das heißt, es werden intakte Verbindungen (Synapsen) zwischen den Nervenfasern rekrutiert, so dass neuronale Funktionsverbände aufgebaut werden, um die motorische Funktion herzustellen.
 

Insbesondere nach einem Schlaganfall bei halbseitig gelähmten Menschen (Hemiplegikern) kann das Konzept in der Rehabilitation angewendet werden. Hemiplegiker neigen häufig dazu, ihre gelähmte (mehr betroffene) Körperseite – bis zur völligen Leugnung – zu vernachlässigen und ihre Einschränkungen umso mehr mit ihrer beweglichen (weniger betroffenen) Körperseite zu kompensieren. Solche einseitigen Bewegungen helfen dem Patienten jedoch nur vordergründig, da die mehr betroffene Seite nicht die Möglichkeit erhält, neue Informationen zu empfangen und zu verarbeiten. Das Gehirn erhält somit nicht die Aufgabe, sich umzustrukturieren. Stattdessen besteht auf Grund asymmetrischer Bewegungen eher die Gefahr, schmerzhafte Spastiken zu entwickeln. Das Hauptprinzip des Bobath-Konzepts bezieht dagegen die mehr betroffene Körperseite immer wieder in Alltagsbewegungen ein, indem sie sensorisch stimuliert wird, um sie in ihren Bewegungen mit der weniger betroffenen Körperhälfte in Einklang zu halten.

 

Wir bieten ihnen eine individuelle Begleitung beim Aufbau nach Herz- oder Lungenoperationen.

 

Mit elastischen (Kinesiotapes) oder starren Klebebändern (z. Bsp. McConnell Tape etc.) kann der Therapeut gezielt Muskeln stimulieren oder detonisieren. Die Impulse auf der Haut verursachen in der darunterliegenden Muskulatur ein verändertes Spannungsmuster oder eine Schmerzlinderung. So können zum Beispiel instabile Gelenke wie Knie- oder Schultergelenk etc. mit Tapes funktionell stabilisiert werden. Um eine korrekte Haltung längerfristig durchzusetzen, können auch sogenannte Remembertapes oder Korrekturtapes eingesetzt werden.

Taping

Wir atmen ein einem Tag durchschnittlich 20 000 Mal, ohne es zu bemerken. Unser Atem wird uns meist nur bewusst, wenn wir durch körperliche Anstrengung ausser Atem kommen. Wenn wir aber lernen, auf unseren Atem zu achten, ohne ihn willentlich zu beeinflussen, merken wir, dass er weit wird, wenn wir uns freuen, aufatmen, wenn etwas gelungen ist und ihn anhalten, wenn wir erschrecken. Da unser Alltag heute oft hektisch ist, ist unser Atem meist auch hektisch. Die meisten Menschen atmen dann nicht mehr mit dem Bauch, was sich wiederum auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Unser Atem reagiert wie ein Seismograph auf unsere Gefühle und Gedanken und unser Tun. Wenn unser Atem also auf unsere Gedanken und Gefühle reagiert, kann umgekehrt unser Atem auch einen Einfluss auf unsere Gedanken und Gefühle haben.
 

Atemtherapie kann helfen bei:

 

  • Asthma, chronischer Bronchitis, Emphysem, COPD, Schlafapnoe, Schnarchen und sonstigen Belüftungsstörungen
     
  • funktionellen Störungen des Verdauungs-, Herz- und Kreislaufsystems
     
  • cystische Fibrose
     
  • Spannungs- und Erschöpfungszustände
     
  • Stress, Schlafstörungen, Nervosität, Migräne
     
  • Depressionen und Ängsten, Panik
     
  • Haltungsfehlformen, Rücken- und Gelenksbeschwerden
     
  • psychosomatische Störungen

 

Benannt nach dem Gründer Joseph Pilates ist die Pilates-Methode ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training umfasst Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung. Es ist bedingt auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden.

Unsere Pilatestherapeutin Renata Antal leitet am Montag- und Mittwochabend von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr eine Pilatesgruppe.

Pilates

Katharina Schroth war eine Handelsschullehrerin, die an einer Skoliose erkrankt war. Sie versuchte, diese Wirbelsäulenverkrümmung bei sich selbst zu behandeln, und entwickelte dabei ein neues Konzept der Physiotherapie, die Dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Katharina Schroth, die später von ihrer Tochter, Christa Lehnert-Schroth, in deren gleichnamigem Buch umfassend dargestellt wurde.

Mit dieser Behandlungsmethode führte Katharina Schroth neue Behandlungselemente in die Skoliosetherapie ein. Neu war einerseits die sogenannte Drehwinkelatmung als Verstärker für die Wirbelsäulenkorrektur über die Rippen, andererseits auch das Ziel, in die Haltungsregulation über das Haltungsempfinden korrigierend einzugreifen.

Schroth

Spezielle Therapiemethode für die Behandlung von Kleinkindern und Frühgeburten bis ca. 1 Jahr mit den folgenden Diagnosen:

 

  • Generell Bewegungsentwicklungsstörungen
     
  • Torticollis (Schiefhals)
     
  • Generalisierte axiale Hypotonie
     
  • Spastizität
     
  • Genetische Muskelerkrankungen
     
  • Cerebral Parese
     
  • Plexuslähmungen
     
  • Schreikinder / 3 Monatkrämpfe

 

 

Funktionsstörungen des Kiefergelenks und der umliegenden Strukturen können beim Kauen erhebliche Probleme verursachen. Das sogenannte Zähneknirschen (Bruxismus) kann ebenfalls zu myofaszialen Dysbalancen am Kauapparat führen. Der speziell dafür ausgebildete Therapeut/in kann mit verschiedenen Methoden vorgehen. (Manualtherapie, Triggerpunkttherapie, Dry Needling etc.)

 

 

Durch Dehnung und Zug durch Grifftechniken und Widerstand und durch verbale und visuelle Reize kommt es zu einer Summation von Reizen, die sich positiv auf alle motorischen Leistungen des Menschen auswirkt.

Das PNF Konzept wurde in Amerika von dem Neurophysiologen Dr.Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Es basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung und an den Prinzipien des motorischen Lernens, um Funktionen wieder herzustellen.

Die Bewegungsmuster im PNF (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers. Überwiegend sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig, obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Sie verlaufen, wie alle unsere Bewegungen, dreidimensional und diagonal.
 

Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand zur Reizung der Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt. Es kommt zu den erwarteten Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder auch - entspannung (Anbahnung bzw. Erleichterung einer Bewegung). Alle Bewegungen sollen es den Patienten erleichtern, ihre Alltagsfunktionen selbständig auszuführen.


Ziele der Anwendung sind:

 

  • Muskelspannung normalisieren durch Fazilitieren (z. B. Spastizität herabsetzen oder schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren)
  • Fördern der Mobilität, Geschicklichkeit, Koordination
  • Fördern der Stabilität, Ausdauer, Kraft

 

Ob Breiten- oder Spitzensportler, beide brauchen einen kompetenten Partner sei es für die Behandlung verschiedenster Verletzungen oder für den Leistungsaufbau danach. Unsere Therapeuten/innen sind selbst aktive Sportler und freuen sich darauf Ihnen mit Wort und Tat zur Seite zu stehen. Unser modernes Fitnessstudio mit Frey Swiss Geräten steht Ihnen von morgens 7.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr (Freitags bis 17.00 Uhr) zur Verfügung. Für Vereine bieten wir spezielle Konditionen an.

Bitte nehmen sie mit uns Kontakt auf
sandro.haller@physios.ch | Handy 079 432 71 04

Wir sind ebenfalls ein verlässlicher Partner für Personaltraining.

Individuelle Betreuung von Sportlern

Die Physiotherapie Reinach betreut auch individuell regionale Sportler im Sinne eines Sponsorings. Für Anfragen bitte Dokumappe an sandro.haller@physios.ch senden.
 


 

Pascal Hofmann (Tourenskisport)
 


Roli Hürzeler (Motocross)
 


Amanda Lüscher (bis 2018)
 


Gregory Haller (Motocross)
 

In der Physiotherapie Reinach sind alle herzlich willkommen!

Die Physiotherapie ist eine Leistung, welche durch die Grundversicherung übernommen wird. Falls über die Krankenkasse abgerechnet wird, bezahlen sie als Patient die jährliche Franchise plus den Selbstbehalt von 10% selber. Wenn die Abrechnung über die Unfallversicherung läuft, fallen für Sie keine Kosten an.

Für Selbstzahler bieten wir individuelle Lösungen an.
 

Sie können uns unverbindlich unter der Telefonnummer 062 771 03 03 oder per E-Mail kontaktieren.


Wir würden uns freuen Sie kennenzulernen!