Inkontinenztherapie

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Inkontinenztherapie

Wenn ein selbständiges Training des Beckenbodens nicht möglich ist oder nicht ausreicht, gibt es noch weitere Therapiemethoden wie z.B. Biofeedback oder Elektrostimulation, um Blasenschwäche / Harninkontinenz zu behandeln.
Beide Behandlungsmethoden werden bei allen Inkontinenzformen (Stress-, Drang- und Mischinkontinenz) erfolgreich angewendet.
Der Behandlung geht immer eine vaginale Untersuchung voraus, bei der die Physiotherapeutin die Kraft und Ausdauer der Beckenbodenmuskulatur und die Reflexe beurteilt. Für diese Therapiemethode muss der Arzt eine spezielle Verordnung ausstellen.

 

Biofeedback

Das Biofeedback ist ein Gerät, das Rückmeldung über die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur gibt. Es werden kleine Impulse abgeleitet und im Gerät zu einem hör- und sichtbarem Signal transformiert, so dass man eine unmittelbare Erfolgsmeldung bekommt. Zur Ableitung der Muskelaktivität ist eine spezielle Sonde erforderlich, die in die Scheide eingeführt wird. Die Patientin spürt den Strom nicht, die Behandlung ist absolut schmerzfrei.

Elektrostimulation

Die Elektrostimulation ist eine Methode, bei der direkt der Nerv elektrisch gereizt wird und somit ein Anspannen der Beckenbodenmuskulatur erreicht wird. Die Patientin spürt ein deutliches Anspannen der Muskulatur, welches ihr hilft, den Beckenboden zu lokalisieren und so gezielt mitzuspannen. Zusätzlich beeinflusst die Stimulation auch das Reflexgeschehen der Blasenfunktion. Die Behandlung ist schmerzfrei und ungefährlich; sollte jedoch bei Schwangerschaft und bei Tragen eines Herzschrittmachers nicht angewendet werden.