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Physiotherapie Reinach
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5734 Reinach AG

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Was ist Physiotherapie, was ist Manualtherapie?

Der Ausdruck Physiotherapie ist ein Überbegriff für viele und unterschiedliche Therapiemethoden zur Behandlung einer breiten Palette von Gesundheitsstörungen, speziell für Beschwerden des Bewegungsapparates. Zweige der Physiotherapie sind zum Beispiel Thermotherapie (kalte/heiße Wickel), Elektrotherapie (Therapie mit Strom), verschiedene Massageformen, Bewegungstherapie (Krankengymnastik), Trainingstherapie (Übungen an/mit Geräten) oder die Rehabilitation von Herzkranken und Hirngeschädigten.

In den letzten Jahrzehnten sind immer mehr Heilmethoden zur Behandlung verschiedener Gesundheitsprobleme entwickelt worden. Eine sehr erfolgreiche Methode ist die Manualtherapie, also die Behandlung mit den Händen. Diese Methode spezialisiert sich auf die Untersuchung und Behandlung von Störungen im Bereich des Bewegungsapparates.

Das Konzept der Manualtherapie besteht darin, durch eine umfassende manuelle Untersuchung eine Hypothese über die Ursache der Störung sowie über die Art und Lokalisation der betroffenen Struktur sowie über die Art und Lokalisation der betroffenen Struktur (z.B. Gelenk, Muskel, Nerv) zu erarbeiten. Diese Hypothese bildet dann die Grundlage für die Behandlung. Neben den üblichen physiotherapeutischen Maßnahmen werden vor allem passive Gelenkmobilisationen und -manipulationen an den Extremitäten und der Wirbelsäule eingesetzt.

Ein Wiederbefund nach der Behandlung erlaubt dem Therapeuten/-in, den Status permanent zu überprüfen und, falls notwendig, die Behandlung anzupassen.

Welche Gesundheitsstörungen kann man erfolgreich mit der Manualtherapie behandeln?

Die Manualtherapie eignet sich hervorragend zur Behandlung von Verletzungen (z.B. Sport-, Auto- und Arbeitsunfälle) und Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates. Das Spektrum reicht also von Arthrose und Bandscheibenschäden über blockierte Gelenke und eingeklemmte Nerven (z.B. Ischias) bis hin zu Kopfschmerzen und Muskel-/Bandverletzungen.

Neben der Behandlung nimmt der Manualtherapeut/-in aber auch beratende Funktionen ein, wie z.B. rückengerechte Verhalten am Arbeitsplatz und in der Freizeit, Anleitung zur Selbsthilfe sowie Fitness- und Sportberatung.

Einige Beispiele:

  • Arthrose
    Degenerative Gelenkabnützung, die mit Schmerz und Steifigkeit einhergeht und auf passive Bewegungen und manuelle Therapie reagiert.
  • Kopfschmerzen
    Kopfschmerzen treten oft an der Basis des Schädels, an der Seite des Kopfes, an der Stirne und in der Augenregion auf. Sie können viele Ursachen haben. Eine häufige Ursache sind irritierte oder geschädigte Gelenke der oberen Halswirbelsäule (Nacken), die dann durch Mobilisation oder Manipulation der betroffenen Gelenke deutlich verbessert oder gar völlig geheilt werden können.
  • Rücken- oder Bandscheibenprobleme
    80% der Bevölkerung leidet irgendwann in ihrem Leben unter Rückenbeschwerden. Die Bandscheiben oder die kleinen Wirbelgelenke können die Ursache der Schmerzen sein. Erleichterung kann durch manuelle Therapie und durch spezifische Trainingstherapie erreicht werden.
  • Sportverletzungen
    Zu Sportverletzungen zählen z.B. verstauchte Gelenke, überlastete Bänder und Sehnen (z.B. Tennisellbogen) und Muskelzerrungen. Manuelle Therapie sowie aktive Übungen, Elektro- und Kältetherapie können den Genesungsprozess optimieren und die Rückkehr zur aktiven Betätigung beschleunigen.
  • Arbeitsunfälle
    Manualtherapeuten haben Erfahrung in der Beurteilung von Verletzungen, die am Arbeitsplatz entstehen. Sie erarbeiten ein individuell angepasstes Rehabilitations- und Trainingsprogramm, das dem Patienten erlaubt, möglichst schnell zur Arbeit zurückzukehren.

Was qualifiziert zum Manualtherapeuten?
Die Grundlagen der Manualtherapie werden bereits an der Physiotherapieschule unterrichtet. Nach Abschluss der Ausbildung hat jeder Therapeut die Möglichkeit, sich zum Manualtherapeuten weiterzubilden.

Die berufbegleitende Ausbildung ist sehr intensiv gestaltet. Während mehrer Jahre durchläuft der Absolvent ein Kurs- und Prüfungssystem, in dem die theoretischen Kenntnisse nach dem neuesten Wissenstand vertieft und die spezifischen Techniken praktisch geübt werden. Unter Supervision lernt der Therapeut die Umsetzung in die Praxis. Zum international anerkannten OMT Therapeuten avanciert der Absolvent nach dem Bestehen des anspruchsvollen Abschlussexamens, das ihn auch zur Anwendung von Manipulationen berechtigt.

Die Manualtherapeuten haben sich im Schweizerischen Verband Orthopädischer Manipulativer Physiotherapie SVOMP zusammengeschlossen. Dieser Verband ist eine Fachgruppe des Schweizerischen Physiotherapie Verbandes SPV und hat die Aufgabe, die fachliche Weiterbildung und die Qualität der Patientenbetreuung auf höchstem Niveau zu erhalten und den Informationsaustausch zu fördern.